Sonntag, 4. März 2012

reissalat mit tahini-zitronen-dressing

Ach, dieser herrlich zitronige, erdige, nussige Salat macht mich immer wieder glücklich. Ich liebe es ja herzhaft und dieses Baby ist herzhaft , aber mit einer Leichtigkeit, die durchaus Diätkompatibel ist. Trotzdem, Tahini muss man dafür mögen!


Reissalat mit Tahini-Zitronen-Dressing (David Lebowitz)


125 g Wild-Reis-Mischung
750g gemischtes Wurzelgemüse ( Karotten, Pastinaken, Selerieknolle, Fenchel, Kürbis....etc.), geschält und gewürfelt.
Olivenöl
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
Handvoll frische Kräuter (Schnittlauch, Glatte Petersilie oder Koriander)
Lemon-Tahini Dressing
80g Tahini
1 EL frischer Zitronensaft
3 EL Wasser
1 Knoblauchzehe, mit Salz zu einer Paste verarbeiten
1 TL Soyasauce
Wildreis nach Packungsanweisung kochen. Kühl stellen.                                                                                                              Während der Reis kocht. den Ofen 190° Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Papier mit Olivenöl einreiben. Das gewürfelte Gemüse mit ein wenig Olivenöl vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Backblech verteilen und ca. eine Stunde backen, währendessen ca. zwei bis dreimal durchmischen.
Reis und Gemüse gut abkühlen lassen und zusammen mit den Frühlingszwiebel und den Kräutern vermischen. 
Alle Zutaten für das Dressing in einem Schraubglas vermischen und gut schüttel. Das Dressing ist relativ dickflüssig und muss mit der Reis-Gemüse-Mischung gut durchmixt werden.

Donnerstag, 1. März 2012

pannetone my way



Ich mag Pannetone eigentlich nicht. Meist zu trocken und dann diese schreckliche Orangeat und Zitronat drin. Ich mag aber Pannetone mit getrockneten Früchten, sauren Früchten, die einen guten Kontrast zum herzhaften und buttrigen Hefeteig geben. Ich wollte die Idee mal ausprobieren und habe statt den kandierten Orange- und Zitronat meine Lieblingstrockenbeerenmischung (was für ein Wort) genommen, die ich auch gerne für Weihnachtsplätzchen verwende. Als Grundrezept habe ich mich bei Annik bedient....Hefeteig ist ja ne langwierige Reise, aber sie lohnt sich. Das Ergebnis war, groß, opulent und sehr legger..das nächste Mal kommen aber noch mehr Beeren rein;-)...


Pannetone


Ich habe eine Gugelhupf-Form benutzt, die der Teig aber ganz schön gesprengt hat...:-) Annik empfiehkt eine Form von 24 cm Durchmesser.
500 g Mehl
1 Würfel Hefe 42g (ich empfehle allerdings nur 30g zu nehmen....)
120g Zucker
200 ml lauwarme Buttermilch
5 Eigelb
1/2 TL gemahlene Vanille
1/2 TL Salz
Abrieb 1/2 Bio-Zitrone
150g flüssige Butter, plus Butter für die Form
2 Packungen/400g Fruit Snack Beerenmischung von Farmer Snack (siehe Foto): Cranberrys, Kirschen und Physalis.
200g Mandel gehackt


Mehl in eine Schüssel füllen, in die Mitte eine Mulde drücken, Hefe hineinbröckeln und 2 EL Zucker darüberstreuen. Buttermilch in die Mulde gießen und alles mit einer Gabel verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Abgedeckt an einem warmen Ort 15-20 Minuten gehen lassen.
Den restlichen Zucker, Eigelbe, Vanille, Salz, Zitronenschale und flüssige Butter zufügen und mit den Knethagen des Handrührgerätes zu einem Teig verarbeiten bis der Teig sich vom Rand löst, glänzt und Bläschen wirft. Wieder abgedeckt eine Stunde gehen lassen, bis der Teig sich verdoppelt hat. 
Die Mandeln zum Teig geben und alles nochmals abgedeckt 30 Minuten gehen lassen. Die Beeren etwas zerhacken und dann zum Teig geben, gut einarbeiten. Den Backofen auf 160° Grad vorheizen. Den Teig in die gefettete Form geben und nochmals 20 Minuten gehen lassen.



In den heißen Backofen ein feuerfestes Gefäß mit Wasser stellen, der Dampf lässt den Teig noch besser aufgehen. Den Teig in den Ofen schieben und ca. 1, 5 Stunden backen (wenn es oben zu braun wird, Alufolie locker darüber legen). Herausnehmen, abkühlen lassen und stürzen. Hält sich in Alufolie gewickelt bis

zu zwei Wochen und ist besonders legger getoastet mit Butter!!!!

Freitag, 17. Februar 2012

knoblauch, my love

Ein Leben mit Knoblauch ist kein einsames, sondern ein warmes, ein herzhaftes, ein süßes, ein herbes, ein cremiges, ein krosses, ein intensives... Es gibt Zeiten, da sind knusprige Knoblauchscheibchen mit Butter und Brot der ultimativ befriedigende Herzhaftsnack. Knoblauch ist der Wumms in kalten und warmen Soßen, ob Dressing oder Bolognese. Aber immer ist Knoblauch ein wenig der ewige Nebendarsteller, den man kennt, aber mehr nicht. Um so mehr liebe ich Rezepte, in denen diese einzigartige Knolle DIE Hauptrolle spielt. Ein schönes Rezept habe ich bei Yatam Ottolenghi gefunden und zwar in Genussvoll Vergetarisch. Ein tolles, dickes, abwechslungsreiches, überraschendes Kochbuch des Shootingstars aus London! Egal welche Seite man aufschlägt, man würde am Liebsten gleich loskochen. Nicht alle Zutaten findet man im hiesigen Supermarkt, aber dann kommt man halt mehr rum;-) oder?!


Hier mein bisheriger Favourite, ein klein bisschen aufwendig, aber es lohnt sich!






Tarte mit karamellisiertem Knoblauch


375g Butterblätterteig
3 mittelgroße Knoblauchknollen, in Zehen zerlegt und geschält
1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico-Essig
3/4 EL Zucker
1 TL gehackter Rosmarin
1 TL gehackter Thymian
Salz
120 g weicher, cremiger Ziegenkäse
120 g gereifter Ziegenhartkäse
2 Eier
100 g Sahne
100 g Creme fraîche
Schwarzer Pfeffer


Eine Tartform (26 cm) mit Hebeboden (ich finde das nicht wichtig, eine schöne Keramiktartform passt auch, bei mir ist nämlich ein wenig von der Eimasse rausgelaufen!)


Die Tartform mit dem ausgerollten Blätterteig so belegen, dass der Rand bedeckt ist, mit Backpapier bedecken und mit getrockneten Hülsenfrüchten beschweren. Im Kühlschrank 20 Min. ruhen lassen.
Den Backofen auf 180° Grad vorheizen und den vorbereiteten Blätterteig 15 Min. blindbacken. Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen und nochmals 5 - 10 Min. goldgelb backen, rausnehmen, Beiseitestellen, Ofen angeschaltet lassen! 
Zwischen der Backaktion ist der Knoblauch daran.  Zum Schälen gibt es eine unschlagbare Methode (es funktioniert wirklich!!)


http://vimeo.com/29605182

Die geschälten Koblauchzehen in einem kleinen Topf mit kaltem Wasser bedecken. Erhitzen, bis das Wasser köchelt, dann 3 Min. blanchieren, abgießen und gut abtropfen lassen. Den Topf trocken reiben, die Knoblauchzehen mit dem Olivenöl wieder hineingeben und ca. 2 Min. anbraten. Den Balsamico und 220ml Wasser zugießen und zum Kochen bringen, 10 Min. köcheln lassen. Den Zucker, Rosmarin, Thymian und 2 Prisen Salz zugeben. Bei mittlerer Temperatur weiter 10 Min. köcheln lassen, bis der Großteil des Wassers verdampft ist und die Knoblauchzehen von einem dunklen Karamellsirup überzogen sind. Beiseitestellen.


Zwischenzeitlich in einem Krug die Eier mit der Sahne, der Creme fraîche, 1/2 TL Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer verquirlen.


Jetzt ist die Tarte dran! Beide Ziegenkäsesorten grob zerkleinern und auf den Blätterteigboden streuen. Den karamellisierten Knoblauch gleichmäßig über den Käse verteilen und dann alles mit der Eiermischung übergießen, so dass Käse und Knoblauch noch zu sehen sind. Den Backofen auf 160° Grad senken und die Tarte 35 bis 40 Min. backen, so dass die Füllung gestockt ist und alles eine goldbraune Färbung angenommen hat. Dazu ein schlichter grüner Salat und ein spritziger leichter Weißwein – herrlich! Ist auch super am nächsten Tag, kann aufgewärmt werden. 







Dienstag, 16. August 2011

Gemischter Salat - und "The Help"

Gemacht:
Halbes Köpfchen Radicchio in breiten Streifen, eine Fleischtomate in ungeraden Würfeln, Gurke in Halbmonden, Handvoll Frühlingszwiebeln in Ringelchen, Handvoll Kapernäpfel stiellos in Hälften, Dressing aus 4 EL Balsamico püriert mit einer Knoblauchzehe und Prise Salz, 125 ml Olivenöl, Pfeffer frisch geschrotet, mischen, mischen, mischen, Schaftskäse über Salat zerbröckeln - schlemmen, schlemmen, schlemmen...Aufgegessen – einfach, bitter, süß, sauer, salzig, frisch – perfekt! 


Gesehen:  "The Help" - eine Romanverfilmung von Kathryn Stocketts supererfolgreichem Debütroman aus 2010, der bei uns dieses Jahr erscheint und die Übersetzung "Gute Geister" hat....


Jackson, Mississippi, 1962: Die junge Skeeter ist frustriert. Nach dem Studium fristet sie die Tage auf der elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am Finger. Sehr zum Missfallen der Mutter. Doch der Mann, mit dem ihre Freundinnen sie verkuppeln wollen, ist ein hochnäsiger Snob. Und dann ist auch noch ihr schwarzes Kindermädchen, bei dem sie stets Trost fand, spurlos verschwunden. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Und um diesem Ziel näher zu kommen, verbündet sie sich ausgerechnet mit zwei schwarzen Dienst-mädchen, die ebenso unzufrieden sind wie sie: Aibileen zieht inzwischen das siebzehnte weiße Kind auf. Doch nach dem Unfalltod ihres einzigen Sohnes ist etwas in ihr zerbrochen. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Und gemeinsam beschließen die drei außergewöhnlichen Frauen, ein unglaubliches Projekt zu verwirklichen: die Veröffentlichung einer Interviewserie über die Situation schwarzer Dienstmädchen im Jackson/Mississippi der frühen Sechzigerjahre – ein gefährliches Unterfangen für alle Beteiligten.


Leider habe ich das Buch noch nicht gelesen, werde es aber nach dem Film auf jeden Fall noch tun. Es ist eine kluge Mischung aus der Darstellung der grausamen und absurden Rassenproblematik im Südstaatenalltag der 60er Jahre und der Darstellung von Frauen, die entweder in ihrer Welt gefangen bleiben und andere dafür leiden lassen und von Frauen, die das Leiden satt haben und sich trauen, ihre Meinung zu sagen und zu handeln. Die seelische Brutalität im Film wird gekontert durch den hintergründigen, aber feinen Humor der Protagonisten treibt einem Tränen des Mitleidens, der Rührung, der Wut und des Losprustens in die Augen. Ich kann mich noch gut an diesen "Sabrina" Film mit Whoopie Goldberg erinnern, der das Thema schon einmal aufgenommen hat - aber nicht so drastisch und nachvollziehbar, so warmherzig und gleichzeitig so politisch. "The Help" ist ein wichtiger, ein anrührender, kluger, politischer Film – wie das Buch – der eine Ära skizziert, an die sich das Südstaaten-Amerika sicherlich nicht gerne erinnert....







Montag, 31. Januar 2011

Blog-Award

...wow, obwohl ich so eine Posting-Muffelin bin, danke liebe Kate, Küche und mehr ...! Finde ich eine schöne Idee mit dem...





Jetzt darf ich auch 5 weitere Blogs benennen, die ich gerne lese und die "vielleicht" nicht zu den "Bigs" gehören....

Die Spielregeln:
"Poste das Liebster-Blog-Bild und die Anleitung (der Text den du gerade liest). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat & sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst & ihr den Link deines Award Posts da lassen. Danach überlegst du dir 3- 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentar – Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.
Liebe Bloggerinen: Das Ziel, dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs an’s Licht bringen, deswegen würde ich euch bitten keine Blogs zu posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind."





Aaaalso, ich nehme...


I love FOOD ( die Lady ist süper!)


Kochplattenteller (music und food –inspirierend!)


Zweifachzucker (analytische passion – würde ich es nennen)


Küchenträume (good feeling)


und wat internationales
the delicious life ( i love thomas keller -. respect!)





Maultaschen, Hummus, Gurkensalat – mix it

Manchmal möchte man alles auf einmal! salzig, cremig, süßlich, frisch, herzhaft etcetcect....
Hier unsere asiatische Variante schwäbischer Maultaschen – schmeckt großartig! Aber irgendetwas fehlte, ich brauche noch eine süßliche Bitternis – Hummus - why not? Und was knackiges, frisches, säuerliches – Gurkensalat mit Chili-Koriander-Dressing - perfekt! 


Asia-Maultaschen (oder schwäbische Dim Sums?)
Sorry – ich habe ein Päckchen Fertig-Maultaschen einer bekannten und vertrauenswürdigen Marke verwendet.
In Brühe vorgaren, abtropfen und in Stücke schneiden. Dann in Butter und etwas Zucker knusprig anbraten.
Dressing
4 Esslöffel dunkle Soyasauce (helle funktioniert bestimmt auch gut)
2 Esslöffel Sesamöl
2 Esslöffel Reisessig
2 Esslöffel flüssiger Honig
Alle Zutaten gut miteinander verquirlen, eventuell geröstete Sesamkörner dazugeben. Und dann über die "Dim Sums" tröpfeln oder diese in die Sauce tunken.


Hummus
1 Dose Kichererbsen ( noch besser natürlich getrocknete Kichererbsen über Nacht einweichen und gar kochen, aber manchmal muss es ja schnell gehen)
Saft einer Zitrone
4 EL Tahini (Sesampaste)
2-3 Knoblauchzehen
2 EL griechischer Sahnejoghurt
Halber Teelöffel Salz
3-4 Blätter frische Pfefferminze
Alle Zutaten im Mixer fein pürieren, je nach Geschmack! Eventuell mit ein wenig Wasser verdünnen. Mit frischer, glatter Petersilie, Paprikapulver und sehr gutem Olivenöl anrichten.


Gurkensalat
1 Salatgurke, halbiert, entkernt und in Scheiben geschnitten
Eine Handvoll gehacktes, frisches Koriandergrün
1 Esslöffel süße Chilisoße (aus dem Asialaden)
Limettensaft
Salz und Pfeffer
Alles Zutaten miteinander vermischen, kurz marinieren lassen.







Montag, 3. Januar 2011

kurswechsel

manchmal läuft es anders als man denkt. ich komme einfach nicht mehr so viel zum kochen. deshalb -  ab jetzt hier auch andere gedanken, genüsse, erlebnisse...