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Sonntag, 4. März 2012

reissalat mit tahini-zitronen-dressing

Ach, dieser herrlich zitronige, erdige, nussige Salat macht mich immer wieder glücklich. Ich liebe es ja herzhaft und dieses Baby ist herzhaft , aber mit einer Leichtigkeit, die durchaus Diätkompatibel ist. Trotzdem, Tahini muss man dafür mögen!


Reissalat mit Tahini-Zitronen-Dressing (David Lebowitz)


125 g Wild-Reis-Mischung
750g gemischtes Wurzelgemüse ( Karotten, Pastinaken, Selerieknolle, Fenchel, Kürbis....etc.), geschält und gewürfelt.
Olivenöl
2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
Handvoll frische Kräuter (Schnittlauch, Glatte Petersilie oder Koriander)
Lemon-Tahini Dressing
80g Tahini
1 EL frischer Zitronensaft
3 EL Wasser
1 Knoblauchzehe, mit Salz zu einer Paste verarbeiten
1 TL Soyasauce
Wildreis nach Packungsanweisung kochen. Kühl stellen.                                                                                                              Während der Reis kocht. den Ofen 190° Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und das Papier mit Olivenöl einreiben. Das gewürfelte Gemüse mit ein wenig Olivenöl vermischen, mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Backblech verteilen und ca. eine Stunde backen, währendessen ca. zwei bis dreimal durchmischen.
Reis und Gemüse gut abkühlen lassen und zusammen mit den Frühlingszwiebel und den Kräutern vermischen. 
Alle Zutaten für das Dressing in einem Schraubglas vermischen und gut schüttel. Das Dressing ist relativ dickflüssig und muss mit der Reis-Gemüse-Mischung gut durchmixt werden.

Dienstag, 16. August 2011

Gemischter Salat - und "The Help"

Gemacht:
Halbes Köpfchen Radicchio in breiten Streifen, eine Fleischtomate in ungeraden Würfeln, Gurke in Halbmonden, Handvoll Frühlingszwiebeln in Ringelchen, Handvoll Kapernäpfel stiellos in Hälften, Dressing aus 4 EL Balsamico püriert mit einer Knoblauchzehe und Prise Salz, 125 ml Olivenöl, Pfeffer frisch geschrotet, mischen, mischen, mischen, Schaftskäse über Salat zerbröckeln - schlemmen, schlemmen, schlemmen...Aufgegessen – einfach, bitter, süß, sauer, salzig, frisch – perfekt! 


Gesehen:  "The Help" - eine Romanverfilmung von Kathryn Stocketts supererfolgreichem Debütroman aus 2010, der bei uns dieses Jahr erscheint und die Übersetzung "Gute Geister" hat....


Jackson, Mississippi, 1962: Die junge Skeeter ist frustriert. Nach dem Studium fristet sie die Tage auf der elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am Finger. Sehr zum Missfallen der Mutter. Doch der Mann, mit dem ihre Freundinnen sie verkuppeln wollen, ist ein hochnäsiger Snob. Und dann ist auch noch ihr schwarzes Kindermädchen, bei dem sie stets Trost fand, spurlos verschwunden. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Und um diesem Ziel näher zu kommen, verbündet sie sich ausgerechnet mit zwei schwarzen Dienst-mädchen, die ebenso unzufrieden sind wie sie: Aibileen zieht inzwischen das siebzehnte weiße Kind auf. Doch nach dem Unfalltod ihres einzigen Sohnes ist etwas in ihr zerbrochen. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Und gemeinsam beschließen die drei außergewöhnlichen Frauen, ein unglaubliches Projekt zu verwirklichen: die Veröffentlichung einer Interviewserie über die Situation schwarzer Dienstmädchen im Jackson/Mississippi der frühen Sechzigerjahre – ein gefährliches Unterfangen für alle Beteiligten.


Leider habe ich das Buch noch nicht gelesen, werde es aber nach dem Film auf jeden Fall noch tun. Es ist eine kluge Mischung aus der Darstellung der grausamen und absurden Rassenproblematik im Südstaatenalltag der 60er Jahre und der Darstellung von Frauen, die entweder in ihrer Welt gefangen bleiben und andere dafür leiden lassen und von Frauen, die das Leiden satt haben und sich trauen, ihre Meinung zu sagen und zu handeln. Die seelische Brutalität im Film wird gekontert durch den hintergründigen, aber feinen Humor der Protagonisten treibt einem Tränen des Mitleidens, der Rührung, der Wut und des Losprustens in die Augen. Ich kann mich noch gut an diesen "Sabrina" Film mit Whoopie Goldberg erinnern, der das Thema schon einmal aufgenommen hat - aber nicht so drastisch und nachvollziehbar, so warmherzig und gleichzeitig so politisch. "The Help" ist ein wichtiger, ein anrührender, kluger, politischer Film – wie das Buch – der eine Ära skizziert, an die sich das Südstaaten-Amerika sicherlich nicht gerne erinnert....







Freitag, 23. April 2010

spinat-tapas und rucola-koriander-salat

Das Studium hat wieder begonnen und meine Küche vermisst mich. Und ich sie! Langsam routiniert sich aber der Uni-Alltag wieder und der Appetit ebenso. Auf einer Party letzte Woche habe ich dann diesen wunderbaren, schlichten und superleckeren Salat entdeckt. Und einfacher geht es fast gar nicht. Rucola und frischen Koriander im Verhältnis 3:2 miteinander mischen. 2 Handvoll Weintrauben (am besten natürlich kernlos) halbieren und dazugeben. Jetzt kann man eine einfache Vinaigrette (hier mit weißem Balsamico) untermischen. Dann Parmigiano reiben und großzügig über den Salat streuen. Voilá! Dazu einfach nur Baguette.
Da ich dann noch Blattspinat im Kühlschrank hatte, zwar nur tiefgefroren, gab es ein insgesamt sehr grünes Abendessen. 


1 TK Packung oder ein großer Beutel frischer Spinat
1 Handvoll Pinienkerne, vorher in einer trockenen Pfanne anrösten
1 Handvoll Rosinen
1 Knoblauchzehe, in Scheiben
Paprikapulver
Sahne, optional
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer


Frischen Spinat blanchieren, TK Spinat über einem Dämpfeinsatz auftauen. In einer Pfanne das Öl erhitzen und den Knoblauch leicht anbraten (evtl. rausnehmen), Pinienkerne und Rosinen dazugeben, kurz mitbraten. Dann kommt der abgetropfte Spinat dazu, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen und das Ganze ca. 15 Min. köcheln lassen. Ich gebe nach der halben Kochzeit gerne noch einen Schuss Sahne dazu, damit der Spinat cremiger wird - muss aber nicht sein.



Mittwoch, 24. Februar 2010

türkischer gehackter salat mit gebräunter butter

Wir wissen nicht genau, wie man den Geschmack diese Salates beschreiben soll. Frisch, herzhaft, cremig, nussig...jedenfalls ist er köstlich und etwas Besonderes. Das Rezept habe ich aus Casa Moro von Sam & Sam Clark...ein tolles Kochbuch übrigens!

Salat
12 Kirschtomaten, halbiert oder 4 reife Tomaten, gehackt
1 Salatgurke, geschält, entkernt, gehackt
1/2 rote Zwiebel, fein gehackt
1 oder 2 Paprika, rot, gelb, grün, wie man will
eine Handvoll gehackter Koriander
eine Handvoll gehackte glatte Petersilie

Dressing
1/2 Knoblauchzehe, mit Salz zu einer Paste verreiben
Saft einer halben Zitrone
4 Esslöffel Olivenöl, sehr gute Qualität
Meersalz und Pfeffer aus der Mühle

Topping
200g griechischer Joghurt, mit 2 bis 3 Esslöffel Milch verdünnt
75g Butter
Chiliflocken

Alle Salatzutaten miteinander vermischen. Alle Zutaten für das Dressing verquirlen, abschmecken. Das Dressing zusammen mit den Kräutern und dem Salat vermischen, am besten die Hände benutzen. Mit Salz und Pfefer abschmecken. Salat auf eine Platte geben. Den Joghurt auf dem Salat verteilen. In einem Extratopf die Butter auf kleinster Hitze sehr langsam schmelzen und bräunen lassen, bis alles ein wenig karamelisiert. Vorsicht, dass die Butter nicht zu braun wird!Über den Salat träufeln. Wer es schärfer mag, verstreut noch ein paar Chiliflocken. Passt natürlich super zu warmen Fladenbrot, Pita oder Baguette. Afiyet olsun!

Dienstag, 16. Februar 2010

warmer radicchio-birnen-salat mit blue cheese


Wenn es bei uns früher Salat mit Radicchio gab, haben sich die Blätter immer am Rand meines Tellers getürmt. Gut, hübsch waren sie ja, dieses Rot durchzogen von weißen, mal feinen, mal dicken Adern, aber lecker? Bähh, viel zu bitter - Mama. Heute versuche ich immer Radicchio im Kühlschrank zu haben - für Salate, Pastasaucen oder als Beilage. Zum Braten nehme ich meistens die kugelförmige Sorte, Radicchio Rosso di Chioggia, die sich im Kühlschrank mindesten zwei Wochen hält. Di Chioggio bedeutet übrigens nichts anderes, als die Stadt, aus der die Sorte stammt. In diesem Fall eine kleine Stadt in Venetien, die allerdings den größten Fischmarkt in Italien zu bieten hat. Der warme Birnen-Radichio-Salat mit Blue Cheese und Pekannüssen ehrt dieses wunderbare südländische Gemüse, das auch noch schrecklich gesund ist. Bitter, süß, herzhaft, cremig, kernig...ich liebe die totale Harmonie der Aromen in diesem Gericht, das mir das Gefühl gibt, außergewöhnlich zu essen.


Warmer Birnen-Radicchio-Salat mit Blue Cheese

2 Birnen (Conference oder ähnliche zum Braten geeignete Sorten), entkernt und geviertelt
1 Kopf Radicchio (bitte nicht zu klein), in Streifen geschnitten
5 EL Olivenöl, sehr gute Qualität
1/2 TL Salz
3 EL weißer oder dunkler Balsamicoessig (je nach Präferenz)
1/4 TL frischgemahlener schwarzer Pfeffer

zum Anrichten
1 Tasse Blue Cheese in Stückchen,z. B. Saint Agur
1/2 rote Zwiebel, in sehr feine Scheiben geschnitten
Pekannüsse, karamelisiert (oder auch Mandeln oder beides) und gehackt

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Birnenspalten mit 1 EL Öl vermengen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. 15 min. im Ofen rösten. Den Radicchio mit 1 EL Öl und dem Salz vermischen und danach zu den Birnen geben. Gleichmäßig vermengen, so dass die Birnen nicht nur unter dem Radicchio schmoren. Sie sollen ein wenig braun werden.  Weitere 8 bis 10 min. rösten. Dabei verliert der Radicchio natürlich ein wenig an roter Farbe... In der Zwischenzeit in einem kleinen Töpfchen das restliche Öl, mit dem Essig und Pfeffer langsam erwärmen (nicht kochen!) und vom Herd nehmen.Das Gemüse aus dem Ofen holen und in eine große Schüssel oder auf eine Platte geben. Ich nehme mir immer etwas auf einen Teller, träufel das warme Dressing über den Salat und garniere mit dem Käse, Zwiebeln, Nüssen und vielleicht mehr Pfeffer, gehackter Petersilie und ein paar Schnörkel Goldrübensirup.