Dienstag, 15. Juni 2010

Tomaten-Tart-Tatin


...ohlala, so, nun aber weiter....voran ein kleiner Snack..zum Aufwärmen...

Tomaten-Tart-Tatin

1 Päckchen Kirschtomaten
1-2 EL Rosmarinnadeln
3 EL Balsamico-Essig
2 gehäufte EL Honig 
schwarzer Pfeffer, Meersalz
! Päckchen aufgetauter TK-Blätterteig oder frisch zum Ausrollen

Tomaten waschen, halbieren. Honig, Essig und Rosmarinnadeln erhitzen. Tomatenhälften mit der Schnittfläche nach unten hineinlegen, darin offen ein paar Minuten dünsten. Wichtig ist, dass sie nicht zerfallen. Warten bis die Meitsen Flüssikeit verdunstet ist. Eine Tarteform (ca. 26 cm Ø) einfetten, Tomaten in die Form setzen. Man könnte jetzt auch noch schwarze Oliven oder geröstete Pinienkerne oder Ziegenkäse dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Ofen auf 200° vorheizen. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwas größer als die Form ausrollen. Über die Tomaten legen. Überschüssigen Teig abschneiden und wieder darüberlegen. Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im Ofen (Mitte) in ca. 30-35 Min. goldbraun backen. Danach vorsichtig stürzen, kurz abkühlen lassen und mit Meersalz bestreuen.

Dienstag, 27. April 2010

ananaskuchen mit piment

Ja, eigentlich muss man in dieser Jahreszeit rhabarberige oder erdbeerige Kuchen machen. Aber da stand diese Ananas in der Küche und so recht wußte ich nix damit anzufangen, auch weil ich frische Ananas nicht soooo gerne mag. Gut, im Winter zuvor habe ich diesen Gewürz-Ananas-Kuchen gemacht und ...  egal - let's do it again. Man kann ja jeden Kuchen in der Frühlingssonne essen (ausser vielleicht Stollen oder Lebkuchen). Der Teig passt zudem zu vielen Früchten, z. B. Rhabarber oder Himbeeren! Bei Erdbeeren bin ich mir nicht so sicher, aber, wie gesagt, ich hatte nur die Ananas. Das Originalrezept verlangt noch Zimt als drittes Gewürz, den habe ich diesmal weggelassen. Zu winterlich, oder?! Dafür habe ich den Sirup mit Orangenmarmelade "gewürzt". .... Das ganze sieht nicht sehr pittoresk aus....aber das macht rein gar nichts!


Ananaskuchen (ohne Zimt), aber mit Piment (nach Tessa Kiros)


Gewürzmischung und Sirup
5 Nelken und 8 Pimentkörner, grob im Mörser zerstoßen
Saft einer unbehandelten Orange
1 EL Orangenmarmelade
60 g Butter
70 g brauner Rohrzucker
1 Ananas, geschält, "entstrunkt", in Scheiben geschnitten


Teig
250g weiche Butter
200g brauner Rohrzucker
3 Eier
250g Mehl
2 TL Backpulver
185 ml Milch


Ofen auf 200 Grad vorheizen. Für den Sirup Saft, Butter und Zucker mit einen halben Löffel der Gewürzmischung in einem kleinen Topf aufkochen lassen und bei niedriger Hitze zu einem dicken Sirup einkochen (ca. 10 Min.). Die Orangenmarmelade untermischen. Parallel für den Teig die Butter schaumig schlagen und den Zucker unterrühren. Nach und nach auch die Eier unterheben, dann das Mehl und das Backpulver darüber sieben und gut vermischen. Milch dazugießen und den Rest der Gewürzmischung. Nun (oder schon vorher...) eine Springform (24 cm) gut mit Alufolie auslegen , so dass Boden und Rand gut bedeckt sind (damit der Sirup nicht ausläuft). Ich brauche dafür ca. 4 Lagen. Die Folie am Rand fest andrücken. Die Ananas auf dem Boden verteilen (können auch zwei Schichten werden), den Sirup über die Ananas gießen und dann den Kuchenteig auf das ganze schöpfen und glatt streichen. In den Ofen stellen und die Hitze nach 10 Min. auf 180 Grad reduzieren, weitere 70 Min. backen. Nach ca. 1 Stunde mit Alufolie abdecken, damit der Boden nicht zu braun wird. Am Ende der Backzeit kann man ja dann den Holzstäbchentest machen. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und vorsichtig stürzen. Noch vorsichtiger die Folie abschälen. Ich stelle den Kuchen dann meisten noch ca. 5 bis 10 Min. unter den Grill, damit die Ananas noch mehr Farbe bekommt. 

Freitag, 23. April 2010

spinat-tapas und rucola-koriander-salat

Das Studium hat wieder begonnen und meine Küche vermisst mich. Und ich sie! Langsam routiniert sich aber der Uni-Alltag wieder und der Appetit ebenso. Auf einer Party letzte Woche habe ich dann diesen wunderbaren, schlichten und superleckeren Salat entdeckt. Und einfacher geht es fast gar nicht. Rucola und frischen Koriander im Verhältnis 3:2 miteinander mischen. 2 Handvoll Weintrauben (am besten natürlich kernlos) halbieren und dazugeben. Jetzt kann man eine einfache Vinaigrette (hier mit weißem Balsamico) untermischen. Dann Parmigiano reiben und großzügig über den Salat streuen. Voilá! Dazu einfach nur Baguette.
Da ich dann noch Blattspinat im Kühlschrank hatte, zwar nur tiefgefroren, gab es ein insgesamt sehr grünes Abendessen. 


1 TK Packung oder ein großer Beutel frischer Spinat
1 Handvoll Pinienkerne, vorher in einer trockenen Pfanne anrösten
1 Handvoll Rosinen
1 Knoblauchzehe, in Scheiben
Paprikapulver
Sahne, optional
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer


Frischen Spinat blanchieren, TK Spinat über einem Dämpfeinsatz auftauen. In einer Pfanne das Öl erhitzen und den Knoblauch leicht anbraten (evtl. rausnehmen), Pinienkerne und Rosinen dazugeben, kurz mitbraten. Dann kommt der abgetropfte Spinat dazu, mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen und das Ganze ca. 15 Min. köcheln lassen. Ich gebe nach der halben Kochzeit gerne noch einen Schuss Sahne dazu, damit der Spinat cremiger wird - muss aber nicht sein.



Mittwoch, 7. April 2010

parmesan-öl

Manchmal bin ich ziemlich faul. Auch zum Kochen. Mir was einfallen zu lassen. Ein Rezept nachzuschlagen. Einkaufen zu gehen. Vielleicht gerade motiviert genug, einen großen Topf mit Wasser zu füllen, zum Kochen zu bringen, ein gute Prise Salz reinzuwerfen, eine Packung Pasta aufzureißen, in das Wasser zu werfen, umzurühren und nach der Kochzeit abzugießen und dann eine große Flasche mit goldener Flüssigkeit aufzupoppen und einfach das herrlich nach Parmesan und rotem Pfeffer duftende Öl über die dampfenden Nudeln zu träufeln. Jaaaa, so faul bin ich! Und vielleicht habe ich dann noch gerade den kleinen Antrieb etwas Parmesan über die Pasta zu reiben und das Ganze mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer zu vollenden. Es lebe die Faulheit!

Parmesan-ÖL

500 ml bestes Olivenöl (kann ruhig etwas fruchtiger sein) oder neutrales Keimöl
ca. 200 g Parmesanrinde (endlich ein guter Grund die aufzubewahren)
2 EL roter Pfeffer
1 rote Chilischote, frisch

Das Öl zusammen mit der Käserinde und dem Pfeffer in einem Topf bei kleiner Hitze ca. 20 Minuten ziehen lassen. Chili gut säubern, trockentupfen und mit der Ölmischung in eine saubere Flasche füllen. Gut verschlossen mindestens 2 - 3 Tage ziehen lassen.

Dienstag, 6. April 2010

glückliche ostern und sesam-sobas

Ostern hatten wir Glück. WIR sind eingeladen worden. Nicht dass ich nicht auch gerne zum Brunch geladen oder mir gerne Gedanken um ein Ostermenü gemacht hätte....aber so war es auch mal angenehm, sehr gesellig und schön. Man konnte sich ja auch in den Ruhezeiten in der Küche austoben. Hefezopf, klar! Hähnchensalad, Klassiker -  bei mir nur mit Johgurt und geschlagener Sahne, Mandarinen, Champignons und Ananas! Bärlauchpesto mit Parmesan, Pinienkernen und rotem Pfeffer, wunderbar! Sesam-Sobas, Abwechlung auf der Fernsehcouch, um mit Ben Hur zu leiden :-). und die kann ich nur weiterempfehlen....

Sesam-Sobas (nach Nigella Lawson)
250g Soba Nudeln (aus Buchweizen, zu finden im Asia-oder Biomarkt)
5 Frühlingszwiebeln, feine Streifen
75g Sesamkörner
2 TL Reisessig
5 TL Sojasauce
2 TL Sesamöl
2 TL Honig

Die Sesamkörner in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie schön goldbraun sind. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen, dann salzen und die Soba ca. 5 bis 6 Minuten bissfest kochen. Nach dem Abgießen mit kaltem Wasser oder Eiswasser abschrecken. Für das Dressing Essig, Soyasauce, Honig und Sesamöl gut verquirlen. Die Nudeln und die Frühlingszwiebeln in eine Schüssel geben. Das Dressing gut verteilen und zum Schluss die Sesamkörner untermischen. Damit sich die Aromen gut verbinden können, ca. eine halbe Stunde ziehen lassen. Schmeckt auch am nächsten Tag.
P.S. Das Dressing nehmen ich z. B. auch als Dip für ausgebratene Maultaschen. Mal was anderes, quasi japanisch-schwäbische Kooperation! Die asiatische Zutaten versuche ich immer im Asiamarkt zu holen, weil vieeeel günstiger - gerade Öl und Essig).

Montag, 29. März 2010

biskuitroulade mit himbeersahne

Ein Kindheitsessen mit herzlichen Dank an meine Mutter. Der Biskuitteig ist unschlagbar! Nur Erdbeeren hatte ich diesmal nicht. Egal. Vielleicht ja das nächstmal Zitrone...

Biskuitroulade mit Himbeersahne

200 g Himbeeren (TK oder frisch)
2 EL Zucker
4 Eier
einen Spritz Zitronensaft
125 g Puderzucker
100 g Instant-Mehl (doppelgriffig, Typ 405)
1/8 l Sahne
2 EL flüssige Butter

Backofen auf 200° Grad vorheizen. Eier trennen. Die Eiweiße mit einem Spritz Zitronensaft und der Hälfte des Puderzuckers steif schlagen. Die Eigelbe mit 65 g Zucker cremig schlagen. Den Eischnee schnell, aber vorsichtig mit dem Teigschaber unter die Eigelbe ziehen. Sofort das Mehl darübersieben und von oben nach unten mit dem Teigschaber unterheben. Ein Blech mit Backpapier belegen, den Teig draufgießen und glattstreichen. Sofort in den Ofen und ca. 15 Min. hellbraun backen. In der Zwischenzeit Sahne steif schlagen, mit den abgetropften Himbeeren und dem Puderzucker vermischen. Kühl stellen. Den Biskuit aus dem Ofen holen und auf einer weiteren Lage Backpapier stürzen. Ich lege dafür das unbenutzte Pergament auf die Kuchenoberfläche und schwenke die ganze Platte rum. Das mitgebackene Papier schnell, aber vorsichtig abziehen. Den Biskuit zügig mit der Himbeersahne betreichen und aufrollen. Nicht zu sehr auskühlen lassen, sonst wird er brüchig. Die Oberfläche mit flüssiger Butter bepinseln und mit Puderzucker bestreuen.

lamm-gemüse-couscous

Das erste Couscous bekam ich mit 9 Jahren bei einer tunesischen Familie in der Nachbarschaft meiner besten Grundschulfreundin. Auf dem Boden. Traditionell auf einer großen Platte angerichtet. Mit Gemüse und viel Brühe. Es war eines meiner ersten prägenden Essenserlebnisse, obwohl meine Mutter in der Küche viel ausprobiert und sehr international kochte. Vielleicht war es aber auch diese arabische Atmosphäre, in der wir Kinder saßen und unseren tunesischen Kumpel mit ganz anderen Augen sahen. Die Mutter, eine stille, fast schüchterne Frau, mit gekohlten Augen und verschleiert, (was uns damals ziemlich piepegal war und übehaupt nicht hinterfragt wurde - im Gegenteil, sie kam uns mystisch vor) lächelte uns warm zu. Der Geschmack ist für mich bis heute schwer zu beschreiben. Fremd. Klar. Tunesisch? So muss das wohl sein. Ich weiß es nicht besser. Und das Couscous selbst, mal was ganz anderes als Nudeln oder Kartoffel und so herrlich zum Löffeln mit viel Sauce. Und dann der Pfefferminztee. Mit echten Pfefferminzblätter. Und schön süß! Das kannte ich gar nicht! Die Beutel wachsen also nicht am Strauch :-). Ich mach mir nichts vor, wie damals oder heute in Tunesien oder Marokko bekomme ich den Geschmack nicht hin. Muss ich aber auch nicht. Zum erstenmal selbst gekocht habe ich Gemüsecouscous nach einem Rezept von dem wunderbaren tunesischen Modedesigner Azzedine Alaïa aus einem Modemagazin, dass es heute leider nicht mehr gibt. Ich werde sein Rezept hier auch mitangeben, denn es war Basis für die Art, wie ich heute mein eigenes Gemüse-Lamm-Couscous mache.

Couscous mit Lammfleisch und Gemüse (nach Azzedine Alaïa)

1 Kg Lammfleisch, 2 gehackte Zwiebeln, 60 g eingeweichte Kichererbsen, 2 geviertelte weiße Rüben, 2 große Karotten in Scheiben, 2 EL Olivenöl, Salz Pfeffer, 1/4 TL gemahlener Ingwer, 1/4 TL Safran, 500g Couscous-Gries, 100 g Rosinen, 3 Zucchini in Scheiben, 120 g dicke Bohnen,
2 Tomaten, 4 EL gehackte Petersilie, 1 TL Paprika, Cayenne Pfeffer, 2 EL Butter.

Fleisch, Zwiebeln, Kichererbsen und Karotten in den Topf geben. In Öl anbraten, mit Wasser bedecken. Mit Pfeffer, Ingwer und Safran würzen und 1 Stunde kochen. Salzen, sobald die Erbsen weich sind. Restliche Zutaten hinzufügen, Couscous anfeuchten, in ein Sieb geben, über den Topf hängen und alles ohne Deckel eine weitere halbe Stunde garen. Mit Cayenne-Pfeffer abschmecken.

Couscous mit Lammfleisch und Gemüse (meine Art)

1 Kg Lammfleisch (Gulasch)
2 gelbe Zwiebeln, geviertelt
2 Knoblauchzehen, geschält
1 TL Ingwer, gemahlen
1 TL Cumin
1 TL Kardamon, gemahlen
1/2 TL Zimt
1/2 TL Nelken, gemahlen
1 TL Paprika
evtl. 1/4 TL Safran
2 große Karotten, in Scheiben
3 Zucchini, in Scheiben
1 Handvoll getrocknete Aprikosen, grob gehackt
1 Dose Kichererbsen
1 Handvoll glatte Petersilie, grob gehackt
Soyasauce
2 EL Honig
Cayennepfeffer
Butter
Couscous-Gries

In einer Casserole 2 EL Olivenöl erhitzen. Gewürze vermischen und und im Öl kurz andünsten. Das Fleisch und die Zwiebeln dazugeben und solange braten, bis der Saft verdunstet ist. Dann die Karotten dazugeben, kurz mitbraten und alles mit heißem Wasser bedecken. Ca. 1 Stunde köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die Aprikosen (oder auch Rosinen) dazugeben. 10 Minuten köcheln lassen. Den Honig einrühren. Nun die Zucchinischeiben und die Kichererbsen auf das bereits gekochte Gemüse und Fleisch legen und ohne umzurühren ca. 15 Minuten weichwerden lassen. Dann alles gut miteinander vermischen und weitere 10 Minuten köcheln lassen. Evtl. heißes Wasser nachgießen. Ich denke, hier beginnt das eigene Ausprobieren, wie weich man das Gemüse haben möchte. Wichtig ist, dass das Fleisch sich gut mit den Aromen der Gewürze und des Gemüses verbindet und butterweich ist. Man kann die Menge an Karotten und Zucchini  auch vergrößern und dafür sehr breite Scheiben schneiden. Mit Cayennepfeffer und evtl. Soyasauce abschmecken und kurz vor Ende der Garzeit noch die Petersilie und ein Stück Butter unterrühren. Den Couscous wie oben beschrieben zubereiten. Ich benutze allerdings immer den vorgekochten Couscous, den man mit ein wenig heißem Wasser und einem Stückchen Butter quellen lässt.